Vorabenddemo in Hamm

Februar 8th, 2012 by naet

Für den 03. März kündigt eine kleine Gruppe Nazis, die sich selbst „Nationale Sozialisten Münster“ nennt, einen Aufmarsch durch Münster an.  Bereits 2006 konnten durch Blockaden von Anwohner_innen und antifaschistischen Initiativen die Nazis daran gehindert werden, durch Münster zu spuken. Beide Male hatte es sich nach wenigen Metern ausmarschiert.

Am Vorabend organisiert die Antifaschistische Aktion Hamm eine Demonstration, die klar macht, dass es in Hamm keine Homezone für Nazis gibt. Wir protestieren dabei nicht nur gegen den rechten Rand, sondern gegen jegliche Missstände in unserer Gesellschaft. Gegen den Rassismus der bürgerlichen Mitte, die in Zeiten wirtschaftlicher Krisen und sozialen Unsicherheiten Sündenböcke sucht und durch Demagogen wie Thilo Sarrazin simple Feindbilder aus den Reihen der Migrant_innen, sozial Schwachen oder Arbeitslosen vorgesetzt bekommt.

Der haekelclub 590 ruft geschlossen zur Teilnahme an der Demo am 2. März auf. Infos, Materialien und den Aufruf findest du unter aah.noblogs.org

Diskussionsveranstaltung der Arnold-Freymuth-Gesellschaft

Januar 17th, 2012 by naet

Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft lädt am kommenden Donnerstag, den 19. Januar zu einer Diskussionsveranstaltung über die Aufdeckung rechtsterroristischer Gewaltverbrechen. Beginn ist um 20 Uhr in der Lutherkirche. Darüber hinaus werden auch die Entwicklungen der Hammer Neonazi-Szene angesprochen sowie mögliche Gegenstrategien diskutiert. Auf dem Podium wird mit Justus auch ein Vertreter des haekelclubs 590 mit diskutieren und die Position unseres Bündnisses einbringen.

Einladung

zu Donnerstag, 19.01.2012, 20.00 Uhr, Lutherkirche Hamm

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemeinsam mit dem Runden Tisch gegen Radikalismus und Gewalt Hamm laden wir Sie anlässlich der Aufdeckung rechtsterroristischer Gewaltverbrechen ein zum Thema:

„Folgt dem Aufstand der Anständigen die wirksame Initiative der Zuständigen?“

Gemeinsam mit Herrn Bernd Wagner, Dipl.-Kriminalist vom Zentrum für Demokratische Kultur und Mitarbeiter der Organisation Exit, Herrn Dr. Tillmann Walther-Sollich, Sprecher des Runden Tisches, Herrn Justus Moor, haekelclub 590 und einem Mitarbeiter der Abt. Staatsschutz der Kriminalpolizei Dortmund wollen wir über mögliche Ursachen der Aufklärungsversäumnisse bei Gewalttaten gegen Gewerbetreibender ausländischer Herkunft, Polizeibeamte und sonstiger krimineller Handlungen rechtsextremer Täter in den letzten Jahren diskutieren. Haben nur die Ermittlungsbehörden sowie Bundes- und Landesämter für Verfassungsschutz und die Justiz versagt oder sind diese Versäumnisse nur ein Teil der mit diesen Taten verbundenen gesamtgesellschaftlichen Probleme? Wie können staatliche Organe und gesellschaftliche Gruppierungen sich dagegen wehren und wirksam gegen national-sozialistische Umtriebe tätig werden?

Der Eintritt ist frei.

haekelclub erhält bundesweite Auszeichnung

November 4th, 2011 by naet

Der haekelclub 590, das antifaschistische Jugendbündnis Hamm, ist am Abend des 3.11.2011 mit dem “Kommunalfuchs 2011″ in der Kategorie “Junges kommunales Engagement” ausgezeichnet worden. Der “Kommunalfuchs” wird von der bundesweit erscheinenden Fachzeitschrift “DEMO – Demokratische Gemeinde” in vier Kategorien verliehen. Die Preisverleihung fand im Colosseum Theater Essen am Rande des 6. Kommunalkongresses statt.

Presseecho zur Preisverleihung:

Westfälischer Anzeiger l Lippewelle l HammTV

In seiner Laudatio ging der Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski (links im Bild) auf die Neonazi-Probleme im östlichen Ruhrgebiet ein. Er lobte die einmalige Zusammenstellung des Hammer Bündnisses und die Erfolge, die das recht junge Bündnis schon im ersten Jahr erreicht hatte.

“Mit fast 700 Teilnehmern der Demonstration gegen Rassismus am 1. Oktober schaffte der haekelclub eine der größten Demonstrationen in Hamm der letzten Jahre”, so der Gelsenkirchener OB. Vor den 350 VertreterInnen von Kommunen aus ganz Deutschland betonte er wie wichtig antifaschistisches Engagement in den Städten und Gemeinden ist und wie wichtig vor allem die verschiedenen jungen Gruppen und Organisationen sind. “Das diese Gruppen in Hamm sich so eng koordinieren und zusammenarbeiten, ist ein großer Zugewinn für die städtische Demokratie.”

Neben dem Preis erhielt der haekelclub 590 auch ein Preisgeld von 500 Euro, dass von der Bausparkasse Schwäbisch Hall gespendet wurde. “Wir freuen uns über diese Anerkennung und sehen sie als Ansporn für unsere zukünftige Arbeit,” bedankten sich die Vertreter des haekelclubs 590 im Colosseum Theater. Neben Frank Baranowski lobte auch die DEMO-Chefredakteurin Barbara Behrends (rechts im Bild) das “mutige Engagement gegen rechtes Gedankengut.”

Der Marsch der 287

Oktober 6th, 2011 by naet

Bericht zum Neonazi-Aufmarsch in Heessen am 1. Oktober

Zwei Stunden nach unserer erfolgreichen Demonstration in der Innenstadt begann der Aufmarsch der neonazistischen „Kameradschaft Hamm“ in Hamm-Heessen. Hier marschierten, laut Polizei, 287 Neonazis aus ganz Deutschland unter dem Motto „Volkstod stoppen! Wir lassen uns nicht BRDigen!“. In diesem Jahr schlug der Versuch den Aufmarsch in der Innenstadt oder dem Westen anzumelden fehl. Hier fand unsere Demonstration mit über 600 TeilnehmerInnen statt. So latschten die Nazis durch Hamm-Heessen. Wie schon im Jahr zuvor der Hammer Westen war auch Heessen von über 700 BereitschaftspolizistInnen abgeriegelt worden.

Anders als im letzten Jahr ließen sich jedoch viele AnwohnerInnen nicht von Polizei und Nazis einschüchtern. Mehrfach gelang es Gruppen von jungen und alten AnwohnerInnen und anderen GegendemonstrantInnen, die es trotz der Abriegelung nach Heessen geschafft hatten, an die Nazis heran zu kommen und konnten so immer wieder den Aufmarsch stören.

Neben den lautstarken Protesten hingen in fast allen Geschäften auch Plakate des Haekelclubs 590 mit der passenden Abwandlung unseres Demonstrationsmottos: “Heessen steht gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!” Viele AnwohnerInnen haben die Bündnisplakate in Fenster gehangen oder hielten sie aus den Fenstern, während der Aufmarsch an ihnen vorbei zog. Das Heessener Rathaus, an dem die Neonazis ebenfalls entlang gingen, war mit zwei Transparenten mit einer Größe von 2×4 Metern ausgestattet. Eins der Beiden griff ebenfalls unser Demo-Motto in fünf Sprachen auf. Zusätzlich hingen und klebten entlang der Aufmarsch-Strecke ca. hundert unserer Plakate und unzählige Sticker.

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Bilder der Demonstration

Oktober 5th, 2011 by naet

Am Samstag demonstrierten über 600 Menschen unter dem Motto “Gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung! Für eine freie Welt ohne Grenzen!” Hier nun ein paar Bilder unserer Demonstration, die vom Hammer Bahnhof aus durch die Fußgängerzone, dem Marktplatz an der Alten Synagoge, durch die südliche Innenstadt und den Hammer Westen über den Viktoriaplatz führte.

Erfolgreich GEMEINSAM demonstriert!

Oktober 2nd, 2011 by naet

Zu der Demonstration „Gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung! Für eine freie Welt ohne Grenzen!“ die heute vom Willy-Brandt-Platz aus durch die Hammer Innenstadt und den Hammer Westen führte kamen über 600 TeilnehmerInnen. Es ist zum ersten Mal gelungen, dass so viele unterschiedliche Gruppen, Verbände und Organisationen aus Hamm und Umgebung zu einer gemeinsamen Demonstration aufriefen.

Dementsprechend kamen auch die Teilnehmenden aus den unterschiedslichten gesellschaftlichen Spektren. „Der größte Erfolg an diesem Tag ist es, dass sich die Jugendlichen im schwarzen Block, der Achtjährige mit seiner Familie oder das ältere engagierte Ehepaar aus einem Hammer Verband gemeinsam gegen Rechts gestellt haben. Das gab es in dieser Stadt und der ganzen Region in den letzten Jahren nie“, so Justus Moor, Anmelder der Demonstration.

Presse: WDR-Lokalzeit l Westfälischer Anzeiger l Lippewelle Hamm

Gleichzeitig kamen mehr als doppelt soviele Demonstrationsteilnehmenden als der Haekelclub 590 erwartet hatte. Mehr als 600 Menschen bildeten so einen langen Demonstrationszug durch die Hammer Fußgängerzone und den Hammer Westen. Damit konnte der Platz belegt werden, der im letzten Jahr als Schauplatz der Neonazi-Demonstration herhalten musste.

Die einzigen kritischen Situationen entstanden, als Teile der angereisten Polizeihundertschaft gezielt versuchten, Personen der friedlichen Demonstration zu kriminalisieren. Die Gründe, explizit junge Menschen mit schwarzer Kleidung so zu diffamieren, blieben fadenscheinig. Trotzdem hielten selbst in dieser Situation alle zusammen. „Zwischen uns kann man keinen Keil treiben, wir standen heute gemeinsam gegen Rassismus und werden auch in Zukunft gemeinsam stehen“, so Moor.

Für die starke Unterstützung bedankt sich der Haekelclub 590 bei den vielen Demonstrierenden, den vielen Organisationen und Verbänden, die zur Demonstration aufriefen. Der besondere Dank gilt den Parteien, dem DGB und den Einzelgewerkschaften, dem Hammer Appell und den vielen antifaschistischen Gruppen und Initiativen.

Auflage: 90.000

September 28th, 2011 by naet

Der Stadtanzeiger erscheint heute mit herausnehmbaren Plakat für die Fensterscheiben und einem Aufruf zu unserer Demonstration:

Mobilisierung? Läuft…

September 27th, 2011 by naet

Unsere Mobilisierung läuft auf Hochtouren. 12.000 Flyer sind bereits in Hamm und umliegenden Städten mit eurer Unterstützung verteilt. 20.000 Sticker weisen in allen Städten im Umkreis auf die Demo hin. Im gesamten Hammer Stadtgebiet, in Geschäften und im Hauptbahnhof hängen Plakate und weisen auf den kommenden Samstag hin (Facebook-Bildergalerie). In allen größeren umliegenden Städten gab es Informations- und Mobiveranstaltungen. Und wir werden weitermachen – bis Samstag geht unsere finale Mobiwoche noch! Wir danken euch jetzt schon mal für den Support. Wir machen weiter – mach mit!

Wir sehen uns am 1. Oktober in Hamm. Auf der Straße. Gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

Nazis müssen ausweichen

September 26th, 2011 by naet

Wir wissen es seit einer Woche! Jetzt ist es offiziell: Die Nazis weichen in den Hammer Stadtteil Heessen aus. Wir haben diese Information heute als haekelclub 590 in den verschiedenen Medien (Lippewelle & Westfälischer Anzeiger) veröffentlicht und damit die Neonazis gezwungen auf ihren Seiten zu den veränderten Umständen Stellung zu nehmen. Was man dort findet, ist eine recht frustrierte Schilderung, warum denn nun so großräumig ausgewichen werden muss.

Mit unserer Demonstration, die sowohl durch die Innenstadt als auch durch den Hammer Westen verläuft, werden wir ein starkes Zeichen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung und für eine freie Welt ohne Grenzen setzen. Mit dieser Route haben wir es also tatsächlich geschafft, dass die Neonazis nicht in die Innenstadt gelangen oder wie im letzten Jahr durch den Hammer Westen marschieren können.

Hier unser Demonstrationsverlauf als Übersichtskarte.

Zu unseren Aktionen, die im Stadtteil Heessen noch stattfinden werden, werden wir in Kürze berichten! Außerdem wird es am kommenden Mittwoch noch eine erfreuliche Nachricht geben.

Erneuter Anschlag auf SPD-Büro verhindert

September 23rd, 2011 by naet

Sie kündigten auf Ihrer Website “noch so einige Überraschungen” im Vorfeld des Nazi-Aufmarsches an und wurden selber überrascht. Bei dem Versuch erneut die Scheiben der SPD-Geschäftsstelle einzuwerfen wurden zwei Mitglieder der rechten Szene in Hamm vorübergehend festgenommen. Ein dritter Neonazis nahm schnell Reißaus und floh in unbekannte Richtung.

Gegen 2:50 Uhr am Donnerstag, den 22. September sind Streifenpolizisten auf einen verdächtigen Opel aufmerksam geworden, der in direkter Nähe der SPD-Zentrale stoppte und aus dem zwei maskierte Männer stiegen. Angesprochen von den Polizeibeamten flüchtete einer der Neonazis, während der andere “seine Maskierung zu Boden warf”. Er und der Fahrer (20 und 30 Jahre alt) wurden festgenommen. Im Auto und bei den polizeibekannten Personen fanden die Polizisten Pfefferspray und Plakate zu dem geplanten Nazi-Aufmarsch. In unmittelbarer Nähe des Festnahmeortes wurden große Bruchsteine gefunden.

Erst am 10. August war die Geschäftstelle der Hammer SPD, der Ratsfraktion und der Abgeordneten Dr. Dieter Wiefelspütz und Marc Herter angegriffen worden und drei Scheiben mit Steinen und mit einem mit Farbe gefülltem Glas eingeworfen worden. Der Dortmunder Staatsschutz, der die Ermittlungen aufgenommen hat, wird untersuchen, ob die festgenommenen Personen auch mit dem ersten Anschlag in Verbindung stehen.

Dieser versuchte Anschlag macht erneut deutlich, welches kriminelle Potenzial von diesen “aufrechten Deutschen” ausgeht und wie wichtig es ist, ein gemeinsames Zeichen gegen Rechts zu setzen. Am 1. Oktober wird dies möglich sein: Unsere Demonstration “Gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung! Für eine freie Welt ohne Grenzen!” startet um 11:00 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz direkt am Hammer Bahnhof.